Friday, 18.05.2012 17:25 kochexperimente, kulinarisches
Heute wollte ich mal ein Gericht zubereiten, dass schon seit längerem in meiner Rezeptsammlung schlummert: Serbisches Reisfleisch oder Duvec. Dabei handelt es sich um ein eigentlich recht einfaches Rezept für Schmorgemüse mit Reis und Fleisch, das normalerweise mit Schweine- oder Rindfleisch zubereitet wird, ich entschied mich aber dazu Putenbrustfilet zu verwenden was kalorientechnisch etwas leichter erschien und den anderen Fleischsorten geschmacklich in nichts nachstand. Bekannt ist es sowohl in der österreichischen Küche unter dem Begriff Reisfleisch, aber auch in Ungarn kennt man es unter dem Begriff Rizseshús und in der serbisch-kroatischen Küche unter dem Begriff Duvec. Das Ergebnis war ein wirklich sehr leckeres, sättigendes und relativ schnell zubereitetes Gericht, dessen Zubereitung ich mit diesem Beitrag in der üblichen Form mal kurz vorstellen möchte.
Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?
200g Langkornreis

2 Paprika - ich entschied mich für rote, könnte mir aber auch andersfarbige gut vorstellen

500g Putenbrustfilet

2 mittlere Zwiebeln

2-3 Zehen Knoblauch

1 Dose Tomatenstücke oder Pizzatomaten (Ich hatte noch eine Dose Tomatenstücke mit Basilikum die ich verbrauchen musste)

2-3 EL Pflanzenöl – z.B. Rapsöl

2 EL Tomatenmark

600ml Hühnerbrühe

je einen gehäuften EL Paprikapulver edelsüß und rosenscharf

sowie Salz und Pfeffer zum würzen – optional wäre auch noch eine Prise Kümmel denkbar
Beginnen wir also wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir schälen also die Zwiebel und würfeln sie,

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen

und entkernen die Paprikaschoten und schneiden sie in Würfel.

Außerdem waschen wir das Putenbrustfilet gründlich, tupfen es trocken und schneiden es dann in mundgerechte Würfel von ca. 2 cm Kantenlänge.

Die so entstandenen Fleischwürfel würzen wir von allen Seiten mit etwas Salz und Pfeffer.

In einem größeren Topf erhitzen wir dann das Pflanzenöl auf erhöhter Stufe

und braten dann die Putenbrustwürfel darin scharf von allen Seiten an. Dadurch entstehen Röstaromen, die einen wichtigen Teil des späteren Geschmacks ausmachen.

Sind die Fleischwürfel rundherum an- und durchgebraten, geben wir die Zwiebelwürfel

und wenig später auch die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu.

Beides lassen wir für ca. 1 Minute bei gelegentlichem rühren andünsten, bevor wir schließlich die Paprikawürfel ebenfalls in den Topf geben und sie eine weitere Minute mit braten bis sie etwas Farbe angenommen haben.

Anschließend bestreuen wir alles mit den beiden Esslöffeln Paprikapulver (edelsüß und rosenscharf), rühren dies gut unter

und fügen schließlich den Reis hinzu.

Es folgen die beiden Esslöffel Tomatenmark

die wir gut mit dem Reis und dem restlichen Topfinhalt vermengen und für ca. eine halbe Minute mit braten lassen

um es dann mit dem Hühnerbrühe aufzugießen

und die Tomatenstücke hinzuzufügen.

Alles lassen wir kurz aufkochen und würzen es dabei kräftig mit Salz und Pfeffer sowie – wenn man es mag – einer Prise Kümmel.

Für insgesamt zwanzig Minuten lassen wir alles dann alles auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln, die ersten zehn bis zwölf Minuten mit geschlossenem Deckel,

wobei wir es gelegentlich umrühren damit nichts anbrennen kann.

Die letzten acht bis zehn Minuten köcheln wir schließlich mit geöffneten Deckel, wobei wir kurz vor Ende unsere Kreation probieren und ggf. noch einmal mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver geschmacklich den letzten Schliff geben.

Anschließend können wir es sogleich servieren und genießen. In einigen Regionen ist es meines Kenntnisstandes noch üblich, das Reisfleisch mit etwas Parmesan oder anderen Käse zu garnieren, worauf ich hier aber verzichtete.

Die Mischung aus reichlich Paprikapulver in milder und scharfer Form mit den Tomaten und den übrigen Gewürzen ergab eine sehr schmackhafte Kombination der ich sowohl die Attribute fruchtig als auch pikant und scharf zubilligen kann. Gemeinsam mit den zahlreichen, saftig-zarten Fleischstücken, den gut durchgekochten Paprikawürfeln und dem ebenfalls perfekt geratenen Langkornreis als Sättigungsbeilage ein sehr leckeres Gericht, das neben seinen anderen Eigenschaften auch wie ich feststellen durfte angenehm sättigend wirkt.

Wie ich im Rahmen meiner Recherchen für diesen Beitrag herausfand, sind hier auch noch Variationen mit weiteren Gemüsesorten wir grünen Bohnen, Auberginen, Lauch oder Zuckerschoten denkbar. Auf das angenehm niedrige Nährwerte-Ergebnis von 420kcal pro Portion, also 1680kcal für die gesamt Zubereitung, sollte die Beigabe von zusätzlichen Gemüsesorten keinen bemerkbare Auswirkungen haben. In der Summe also ein einfaches, leichtes und schnell zubereitetes Gericht, das ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann.
Guten Appetit

Thursday, 17.05.2012 20:58 meinung, privat, software

Heute bin ich endlich mal dazu gekommen mich etwas intensiver mit Diablo III (ich berichtete bereits drüber) zu beschäftigen. Zuerst hatte ich mir einen Kämpfer der Klasse Mönch erschaffen, der sich auch recht gut spielen ließ und sowohl im Nahkampf als auch auf kürzere Entfernung gute Werte hatte. Doch als ich nach einiger Zeit beim Skelettkönig, dem Endgegner des ersten Teils, ankam, versagte mein Charaktertyp vollkommen. Da dieser Gegner nicht nur extrem zäh ist, sondern auch noch ständig weitere, kleinere Gegner erzeugt bin ich – trotz der Hilfe eines computergesteuerten Helfers und der Möglichkeit mich selbst zu heilen – bestimmt zehn mal gestorben bevor ich es schließlich vorerst aufgab. Leider respawnt man nach dem Tod außerhalb der Krypta und muss im Grunde genommen noch einmal von vorne anfangen den Skelettkönig zu bekämpfen, daher war jeder Tod des Charakters ein Restart der ganzen Aktion.
Darauf hin habe ich mir einen Barbaren, ein typischer Tank-Charakter – also für Nahkampf ausgelegt – erschaffen und alles noch einmal bis dorthin durchgespielt. Und siehe da: Gleich beim ersten Versuch gelang es mir diesen Endgegner zu besiegen – man siehe oben. *freu*
Doch ich sollte mich nicht zu früh freuen – was danach kommt ist auch nicht von schlechten Eltern. Leider ist so ein Barbar auch nicht unkaputtbar. Mal schauen wie es weiter geht…
Thursday, 17.05.2012 14:46 convenience food, kulinarisches, lunchtime
Heute ist Christi Himmelfahrt, ein bundesweiter Feiertag an dem das Betriebsrestaurant das ich sonst besuche natürlich geschlossen blieb. Das wäre eigentlich eine Gelegenheit für ein weiteres Kochexperiment gewesen, doch da ich schon von mehreren Seiten gebeten wurde mal wieder einige Fertigprodukte zu testen, hatte ich mich bei einem meiner letzten Einkäufe in diesem Bereich mal nach Neuigkeiten umgesehen und mit dem Mexican Chicken der Frosta AG auch gleich etwas passendes entdeckt.
Packung vorne

Packung hinten
Laut Hersteller handelt es sich dabei um ein Reisgericht nach mexikanischer Art mit Hähnchenbrust-Filet, Kidneybohnen und Mais – scharf gewürzt. Außerdem fanden sich Tomaten, rote und gelbe Paprika, Prinzessbohnen, Hühnerfett, Speisesalz, Knoblauch, Paprikapulver, Cayennepfeffer und Kreuzkümmel in der Zubereitung. Das klang lecker, also stand der Zubereitung nichts mehr im Wege.
Um das Gericht servierfertig zu bekommen standen mir nun zwei Wege offen: Einmal in der Mikrowelle bei einer Dauer von 14 Minuten auf 600 Watt und noch einmal 12 Minuten auf 800 Watt – also insgesamt 26 Minuten Zubereitungszeit oder aber die Pfanne, die mit zehn bis elf Minuten zu buche schlagen sollte. Da fiel mir die Entscheidung natürlich nicht schwer: Ich wählte die Pfanne.
Dazu geben wir erst einmal drei Esslöffel Öl in die Pfanne
Öl in Pfanne geben
und fügen dann den noch gefrorenen Beutelinhalt hinzu.
Beutelinhalt in Pfanne geben
Auf höchster Stufe
erhitzen wir dann alles, wobei wir es natürlich gleichmässig in der Pfanne verteilen,
und lassen es dann für weitere 8 bis 9 Minuten auf mittlerer Stufe fertig garen, wobei wir es gelegentlich natürlich umrühren.
Nachdem das Gericht fertig war, habe ich mir mal die Mühe gemacht und das Gewicht des fertigen Gerichts – natürlich nach Abzug des Tellergewichts – geprüft. Dabei kam ich auf 420 Gramm,
also trotz Beigabe des Öls 80g weniger als auf der Packung angegeben. Sind da 80g Wasser verdunstet? Oder ist ein solcher Verlust normal? Leider hatte ich versäumt das Gewicht vor der Zubereitung mal zu prüfen, aber ich werde das beim nächsten Mal nachholen.
Wie dem auch sei: Nach ca. 9 Minuten war das Gericht also fertig und ich konnte es servieren und genießen.
Frosta Mexican Chicken – Fertiges Gericht
Geschmacklich erwies es sich – wie bei Frosta auch nicht anders erwartet – als wirklich gelungen. Das Gemüse, das noch angenehm knackig erschien, war gemeinsam mit dem Reis und den marinierten Hähnchenbruststücken in einer fruchtigen, tomatigen und tatsächlich leicht scharfen Sauce angerichtet. Hätte zwar nach meinem Geschmack etwas mehr Hähnchenbrustfilet drin sein können, aber es reichte auf jeden Fall aus um gut satt zu werden.
Werfen wir nun einen kurzen Blick auf die Nährwerte:
| Nährwerte: |
| |
100g |
500g (Beutel) |
| Brennwert: |
407 kj 97 kcal |
2035 kj 455 kcal |
| Eiweiß: |
5,8g |
29g |
Fett: davon gesättige Fettsäuren: |
1,9g 0,5g |
9,5g 2,5g |
Kohlehydrate: davon Zucker: |
13,2g 1,6g |
66g 8g |
| Ballaststoffe: |
1,7g |
8,5g |
| Natrium: |
0,44g |
2,2g |
| Broteinheiten (BE): |
1,1 |
5,5 |
Zu den 455kcal des eigentlichen Gerichtes muss man natürlich noch die 3 EL Öl, in meinem Fall Olivenöl, hinzu rechnen, die noch einmal mit 267kcal zu buche schlagen. Somit ergibt sich eine Summe 722kcal für die ganze Pfanne. Aber trotzdem ist dieser Wert für ein Hauptgericht absolut im Rahmen.
Beim genaueren Hinsehen fiel mir auf der Rückseite übrigens auch noch ein kleiner Schreibfehler auf:
Meines Kenntnisstandes nach schreibt man Trennmittel mit zwei n vor dem m. Ob man darauf absichtlich verzichtet hatte damit es in die Sprechblase (Box) passte oder ob der Lektor für die Rückseitentexte an diesem Tag einfach nicht richtig aufgepasst hatte sei da mal so dahingestellt. 
Aber das nur am Rande erwähnt – in der Summe fand ich das Gericht auf jeden Fall sehr gelungen und schmackhaft. Für die schnelle Küche kann ich es auf jeden Fall vorbehaltlos weiter empfehlen. Auch wenn ich das Kochen natürlich nicht aufgeben werden, werde ich mich dennoch mal wieder verstärkt auch nach Fertiggerichten umsehen, die sich lohnen hier getestet zu werden – ich will ja diese Rubrik nicht sterben lassen.
Meine Wertung: 
Wednesday, 16.05.2012 19:12 kulinarisches, lunchtime
Auch diesen Mittwoch wollte ich natürlich, wie üblich nicht auf Fisch verzichten. Zwar gab es heute mit Pla Pad Prik – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süss-saurer Sauce welches neben einem Chop Suey – gemischtes Asia-Gemüse gebraten in Kokosmilchsauce angeboten wurde auch der Asia-Thai-Theke mal wieder etwas “Fischiges”, doch ich konnte dem heutigen Vitality-Angebot in Form von Frischem Lachsfilet mit Blattspinat in Blätterteig gebacken, dazu leichte Weißweinsauce und Salzkartoffeln einfach nicht wiederstehen. Da konnten auch das traditionell-regionale Gyros mit Tzatziki und Fladenbrot oder der Pikante Wurstgulasch mit Kartoffelwürfeln bei Globetrotter nichts ändern. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Gemüsemix und ein Becher Aprikosenquark auf mein Tablett.
Mit diesem Gericht, das meines Wissens nach bisher so noch nie angeboten worden ist, hatte die Kochcrew mal wieder eine wirklich interessante und vor allem schmackhafte Dareichungsform für Fisch gefunden. Die wahrscheinlich als großer Laib gebackene und dann in Scheiben geschnittene Blätterteigrolle war mit jeweils einem großen, grätenfreien, zarten und saftigen Stück gedünsteten Lachsfilets gefüllt, die mit einer etwa daumendicken Schicht mild gewürzten Blattspinats bedeckt worden war. Zwar war dieser nicht ganz gleichmässig verteilt, aber das beeinträchtigte des Geschmack keineswegs. Gemeinsam mit den klein bis mittelgroßen Salzkartoffeln hatte man außerdem eine cremige Sauce mit aufgetischt, die mich allerdings geschmacklich eher an etwas zitronig-lemoniges als an Weißwein erinnerte. Passte aber wie ich fand sehr gut zu Fisch im Blätterteig. Dem Gemüsemix aus Mais, Erbsen, Möhren, Schwarzwurzeln, Kidneybohnen und einigen Stückchen Paprika bestand, und aufgrund der Beigabe von Mais und Kidneybohnen bestimmt als “Mexiko-Mix” bezeichnet wurde, merkte man leider an dass er bereits einige Zeit auf der Warmhaltetheke gestanden hatte. Geschmacklich war er in Ordnung, aber nicht gut genug um wirklich die volle Punktzahl erhalten zu können. Dafür entschädigte mich aber dann der von seiner Struktur her angenehm feste und mit reichlich Fruchtstücken versehene Aprikosenquark in dem man meiner Meinung nach sogar etwas Rhabarber gemischt hatte. Ungewöhnlich, aber durchaus lecker. Bleibt nur zu hoffen dass es dieses Fischgericht im Blätterteig in Zukunft häufiger mal gibt und es nicht nur ein einmaliges Angebot war.
Diese Hoffnung wurde zumindest durch die recht große Beliebtheit dieses Fischgerichts bei den anderen Kantinengästen etwas gestützt. Es reichte zwar nicht für den ersten Platz auf der allgemeinen Beliebtheitsskala – diesen belegte natürlich das Gyros mit Tzatziki, aber doch für einen guten zweiten Platz. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und sehr knapp dahinter auf Platz vier schließlich der Wurstgulasch. Wenn ein Gericht einen so großen Zuspruch findet, bleibt also zu hoffen dass man es bald mal wieder zubereitet – ich würde mich auf jeden Fall sehr darüber freuen.
Mein Abschlußurteil:
Seelachs mit Blattspinat im Blätterteig: ++
Weißweinsauce: ++
Salzkartoffeln: ++
Mexiko-Gemüse: +
Aprikosenquark: ++